Montagsbrötchen

Und dann ist man einfach mal zu Hause. Ich rauche ein wenig. Aber kiffe nicht. Und dann ist einfach ein Tag leer. Ich habe zwei Fattigauer gekauft. Aber sie noch nicht geöffnet. Dann ist da plötzlich nichts weiter. Aber eben nicht nichts. Heute keine Arbeit. Und auch keine Not. Es gibt nicht mal einen ewig langen unerledigten To-Do-Zettel. Ich sehe mir ein paar Corona-Videos und einen Trailer an. Aber dann mach ich Youtube wieder aus. Ich habe kein Corona. Keiner hier. Es ist März Zweitausendzwanzig. Und heute ist da plötzlich gar nichts. Aber es war gar nicht so plötzlich. Es ist einfach Dienstag. Die Kinder sind bei Oma. Und ich versuche, mir zu erlauben, daß einfach nichts besonderes ist. Keine Krise. Keine Arbeit. Keine Euphorie. Keine Pläne. Keine Konjunktive. Daß hier grad einfach Leben stattfindet was ruhig ist. Ich habe nicht mal Lust irgendwas Besonderes zu tun. Meiner Oma einen Brief schreiben. Ein Video aufnehmen. Ein Lied schreiben. Es ist einfach sehr still. Und ich finde das sollte hin und wieder so sein. Gestern früh habe ich Sonntagsbrötchen gemacht. An einem ganz normalen Arbeitstag. Und ich höre Richard Dorfmeister und finde Sonntagsbrötchen machen subtil den Montag düster. Ich werde mich hinlegen und ein wenig meinem Atem lauschen.

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